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Unsere Partnergemeinde „Alindao“ Zentralafrika
Seit Anfang 2006 hat unsere Pfarrgemeinde St. Christophorus eine Partnergemeinde in der Zentralafrikanischen Republik.
Anfang 2008 ist eine Gruppe unserer Gemeinde nach Alindao gereist, um persönliche Kontakte zu knüpfen und der Partnerschaft ein Gesicht zu geben. Einen Bericht finden Sie unter “Unser Besuch” (oben).
Ende August 2008 war der Pfarrer der Gemeinde Alindao, der gleichzeitig auch Generalvikar des Bistums ist, bei uns zu Besuch. Einige Bilder und Informationen dazu gibt es unter “Abbe Nestor” (oben).
Besuch von Bischof Peter Marzinkowski
Vom 25. – 27. Sept. 2009 besuchte uns Bischof Peter Marzinkowski aus unserer Partnerdiözese Alindao hier in Emmerich. Für Bischof Peter waren viele Termine und Besuche vorgesehen, beim Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden, in der Leegmeer-Grundschule bei den Schülern und Lehrpersonen und bei verschiedenen Gemeindemitgliedern. Auch drei Gottesdienste feierte der Bischof in unserer Gemeinde. Ein Treffen mit dem Bischof im Treffpunkt Heilig Geist wurde von 30 Gemeindemitgliedern genutzt, um den Bischof über die Entwicklung unserer Hilfsprojekte und über das Land Zentralafrika zu befragen.
Eine neue Reisegruppe mit 8 Jugendlichen und 4 Begleitern fliegt Ende Dezember zu einem Besuch nach Afrika (siehe auch “Aktionen für Alindao”) und hatte natürlich auch viele Fragen an den Bischof.
Am Ende dieser Seite findet sich ein pdf-Dokument mit Rundbriefen aus Alindao.
Der Bischof dankte ausdrücklich für die Solidarität, die von Emmerich aus geht.
Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere Partnergemeinde kurz vorstellen.
Die Zentralafrikanische Republik ist ein Binnenstaat und liegt etwa 805 Kilometer nordöstlich des Äquators. Zentralafrika grenzt im Osten an Sudan, im Süden an die Dem. Rep. Kongo, im Westen an Kamerun und im Norden an Tschad. Der Süden des Landes ist von tropischen Regenwäldern bedeckt, während sich im Osten eine Trockensavanne ausdehnt. Hier sind weite Landstriche fast menschenleer.
Die Diözese Alindao liegt im Süden an der Grenze zur Dem. Rep. Kongo. Der Bischofsitz ist Alindao, eine kleine Stadt mit ca. 15.000 Einwohnern, 500 km von der Hauptstadt Bangui entfernt. Die gleichnamige Diözese hat etwa 150.000-160.000 Einwohner. Die Diözese Alindao wurde mit der Bischofsweihe von Peter Marzinkowski am 3. April 2005 neu errichtet. Bevor Peter Marzinkowski zum Bischof ernannt wurde, war er bereits von 1968 bis 1982 und von 1992 bis 2000 in Afrika tätig.
Der Kontakt wurde über das Missionshaus Knechtsteden/Dormagen geknüpft. Anlässlich der Bischofsversammlung in Rom war Bischof Marzinkowski in Rom und anschließend in Deutschland. Am 30.09.2005 besuchte er uns in Emmerich und stellte seine Diözese vor und bat um Mithilfe bei den vielfältigen Aufgaben.
Alindao ist eine große, vor gut 50 Jahren gegründete Pfarrei mit einer Kirche, einem Pfarrhaus, einem Katechetenzentrum und einem Schwesternhaus. In der ganzen Umgebung fehlt es an Strom, Wasser, Telefon, Straßen und Mitarbeitern.
In den vergangenen Jahren hat Bischof Peter Marzinkowski schon viel in Alindao erreicht. Mit Hilfe der Entwicklungshelfer, Ehepaar Marie Louise und Bernhard Kröger, (2005 bis März 2009) kam Wasser und Strom in die Missionsstation. Das Pfarrhaus und später auch das Schwesterhaus wurden ganz abgebrochen und mit den gleichen Steinen wieder neu aufgebaut, Wasser u. Stromleitungen verlegt und auf dem Dach eine Solaranlage zur Stromerzeugung installiert.
Es wurde ein Bürogebäude für Bischof und Präfektur und ein Gemeindehaus, wo die Kurse stattfinden, neu gebaut. Im Jahr 2009 wurde mit der Errichtung des neuen Bischofshauses begonnen. An den Baukosten hat sich unsere Pfarrgemeinde und das Bistum Münster mit jeweils 10.000,-- € beteiligt. Auch das Erzbistum Köln und der Vatikan unterstützen diese Baumaßnahme.
Bisher hatte der Bischof nur eine Steinhütte mit Blechblechdach in der es immer sehr heiß war. In der Hütte waren eine kleine Küche, ein Schlafraum und ein Besprechungszimmer.
Wir freuen uns für Bischof Marzinkowski, dass er Anfang 2010 sein Bischofshaus beziehen kann.
In Zusammenarbeit mit dem Bischof wurden uns vier Projekte angeboten und um Mithilfe gebeten.
Projekt 1: Zentrum für die Ausbildung von Frauen in der Zentral-afrikanischen Republik. Ziel: Die Integration von Frauen zu fördern, die ihre Schulbildung abgebrochen haben. Die Ausbildung von Frauen in den Bereichen: Alphabetisierung, Nähen und Hauswirtschaft.
Schwester Gisèle, hat die Verantwortung für unser sogenanntes „Zentrum für soziale Förderung von Frauen“ übernommen, welches wir vor vier Jahren begonnen haben. Unterstützt wird sie von zwei Mitarbeiterinnen und einem Schneider.
Zur Zeit sind 73 junge Familienmütter und Mädchen erfasst, die gar keine Schulbildung haben oder die Schule vorzeitig verlassen haben, entweder weil sie Kinder bekamen, oder „verehelicht“ wurden, oder sehr häufig, dass die Eltern es unsinnig finden, ihre Töchter in die Schule zu schicken. Über Alphabetisierung und theoretische Kurse (Hauswirtschaft, Kindererziehung, Hygiene und Haushaltsplanung) sowie praktische Aktivitäten (nähen, schneidern, Zierstickerei, Confitüre und Kerzen herstellen…)wird versucht den Frauen und Mädchen ein bestimmtes Selbstwertgefühl zu vermitteln, damit sie sich selbst langsam, aber sicher in das Sozialgefüge einreihen und aktiv ihre Rolle in der Politik und Gesellschaft wahrnehmen können.
Nach drei Jahren Ausbildung haben die ersten 7 Frauen die Endprüfung bestanden. Sie bekamen jeder eine Nähmaschine auf Kleinkredit, die sie zur Hälfte in bequemen Raten abbezahlen können. Die andere Hälfteübernimmt die Diözese Alindao.
Dieses Projekt wird ganz aus Spendengeldern von Emmerich finanziert.
Projekt 2: Unterstützung der Dorfschulen und Kindergärten Ziel: Den Schulbesuch der vernachlässigten Kinder zu begünstigen. Die örtlichen Initiativen für die Ausbildung der vernachlässigten Kinder zu unterstützen.
In der Stadt Alindao ist auf dem Missionsgelände die Grundschule „Michel Kandel“, wo 369 Kinder in 6 Klassen unterrichtet werden. Es ist die einzige Schule in Alindao, wo kontinuierlich Unterricht erteilt wird. An den staatlichen Schulen werden die Lehrkräfte nur sporadisch bezahlt und so ist der Unterricht auch nur zeitweise. Weiter gibt es noch viele Dorfschulen die sehr spartanisch gebaut und eingerichtet sind.
Auch 2.500 Kindergartenplätze gibt es in der Diözese Alindao die von Emmerich finanziell unterstützt werden.
Projekt 3: Hilfe zur Selbsthilfe im Bereich Landwirtschaft. Die Vereinigung Agro-Veterinär wurde gegründet um auf die Nöte der ländlichen Bevölkerung zu reagieren: - die Notwendigkeit, Männer und Frauen zu unterrichten, den Boden mit modernen Techniken zu bearbeiten, um einen besseren Ertrag zu erzielen. - Männer und Frauen helfen ihre Familien zu ernähren. - Unterricht im Hinblick auf die Tierzucht.
Im Jahr 2009 gibt es 34 Groupments (Zusammenschlüsse) mit 437 Teilnehmern, denen gezeigt wird, wie ein Feld bearbeitet und bestellt wird. Dadurch hat sich die Versorgung der Bevölkerung erheblich verbessert.
Auch dieses Projekt wird ganz aus Spendengeldern von Emmerich finanziert.
Projekt 4 Mobile Gesundheitsstation Seit Anfang November 2008 betreut ein Team aus zwei kongolesischen Krankenschwestern und einem deutschen Krankenpfleger die mobile Krankenstation das in die Dörfer der verschiedenen Pfarrsektoren fährt um dort Sprechstunden abzuhalten und Gesundheitsfragen beantwortet.
Es werden auch Untersuchungen bei Kindern durchgeführt, um deren Wachstums-Entwicklung festzustellen um gegebenenfalls die Eltern über eine bessere Ernährung zu beraten.
Auch dieses Projekt wird aus Spendengeldern von Emmerich unterstützt.
Helfen Sie mit! Spendenkonto: Partnergemeinde Alindao Stadtsparkasse Emmerich-Rees Kto. 118570 BLZ 35850000
Weitere Info: Missionausschuss St. Christophorus: Pfarrer Peter Kossen Tel. 02822/9760576 Leo Pastor Tel. 02822/6579 e-Mail: leo.pastor@t-online.de
Rundbriefe aus Alindao (als pdf-Datei)
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